Produkt

Was ist Perlite?

Perlite ist ein natürliches vulkanisches Glas, das bei rund 850–1200 °C schlagartig erhitzt wird und sich dabei auf etwa das Zehnfache seines Volumens aufbläht. Das Ergebnis ist ein weisses, poröses und sehr leichtes Granulat, das Pflanzerde locker und luftig macht.

Heisst es Perlite oder Perlit?

Beides ist richtig und meint dasselbe Material. «Perlit» ist die eingedeutschte Schreibweise, «Perlite» die international verbreitete Form, die auch im Handel üblich ist.

Welche Körnung brauche ich?

Feines Perlite (ca. 0–3 mm) eignet sich für Aussaat und Anzuchterde, mittleres (ca. 2–6 mm) für die meisten Anwendungen von Zimmerpflanzen bis Hochbeet, grobes (ca. 4–8 mm) für grobe, luftige Mischungen und Drainage. Im Zweifel ist die mittlere Körnung die vielseitigste.

Enthält Perlite Nährstoffe oder verändert es den pH-Wert?

Nein. Perlite ist praktisch nährstofffrei, pH-neutral (typisch 6,5–8,0) und hat eine sehr geringe Kationenaustauschkapazität. Es verbessert nur die Struktur der Erde; Düngung und pH-Wert bestimmen Sie selbst.

Anwendung

Wie viel Perlite gehört in die Erde?

Für die meisten Zimmer- und Balkonpflanzen 10–30 %, als Faustregel 1 Teil Perlite auf 4 Teile Erde (20 %). Anzuchterde verträgt 20–30 %, Kakteen und Sukkulenten 30–50 % mineralischen Anteil, und Stecklinge bewurzeln sogar in reinem Perlite. Alle Werte im Ratgeber Perlite richtig mischen.

Kann ich Pflanzen in reinem Perlite ziehen?

Ja, für Stecklinge und in der Hydrokultur. Weil Perlite keine Nährstoffe enthält, brauchen Pflanzen in reinem Perlite von Anfang an eine Nährlösung bzw. regelmässige Düngung. Für dauerhafte Topfkultur ist eine Mischung mit Erde oder Kokos einfacher.

Perlite oder Vermiculite – was ist besser?

Das hängt vom Ziel ab: Perlite sorgt vor allem für Luft und Drainage, Vermiculite speichert viel mehr Wasser und Nährstoffe. Gegen Staunässe und für luftige Erde ist Perlite die bessere Wahl, für gleichmässig feuchte Aussaaten kann Vermiculite passen. Mehr im Vergleich.

Kann ich Perlite im Garten und im Rasen verwenden?

Ja. Schwere Lehmböden lockern Sie mit etwa 10 Litern Perlite pro m², beim Rasen-Sanieren werden 5–10 Liter pro m² nach dem Vertikutieren eingerecht. Im Hochbeet genügen rund 20 % in der oberen Schicht.

Kann man Perlite wiederverwenden?

Ja. Perlite verrottet nicht. Wurzelreste entfernen, im Sieb gründlich ausspülen und trocknen lassen. Nach kranken oder befallenen Pflanzen vorher mit kochendem Wasser übergiessen.

Bestellung und Preise

Wie bestelle ich bei ACAR Gartenbedarf?

Senden Sie uns eine Anfrage über das Kontaktformular oder per E-Mail an info@acar-gartenbedarf.ch. Sie erhalten eine unverbindliche Offerte; nach Ihrer Bestätigung vereinbaren wir mit Ihnen, wie Sie Ihr Perlite erhalten. Einen Online-Shop mit Warenkorb gibt es nicht.

Was kostet Perlite?

Den Preis erhalten Sie mit Ihrer persönlichen Offerte, abhängig von Körnung, Menge und Lieferung.

Sicherheit und Umwelt

Ist Perlite giftig oder gefährlich?

Perlite ist laut Sicherheitsdatenblättern nicht als gefährlicher Stoff eingestuft. Wie jeder feine mineralische Staub kann Perlite-Staub aber Augen und Atemwege reizen. Perlite ist nicht zum Verzehr bestimmt.

Wie vermeide ich Staub beim Verarbeiten?

Befeuchten Sie Perlite vor dem Verarbeiten (bei einem grossen Sack einige Liter Wasser), arbeiten Sie im Freien oder bei guter Lüftung und schütten Sie aus geringer Höhe. Bei grösseren Mengen oder in Innenräumen schützt eine Staubmaske mit Partikelfilter P2 bzw. FFP2.

Ist Perlite umweltfreundlich?

Teilweise. Perlite ist ein natürliches, langlebiges und wiederverwendbares Gestein und hilft, torffreie Erden zu mischen. Es wird aber im Tagebau abgebaut, ist nicht erneuerbar, und das Aufblähen bei über 850 °C braucht Energie. Branchenangaben nennen rund 0,5 kg CO₂-Äquivalente pro Kilogramm expandiertes Perlite.

Ist Perlite im Biolandbau erlaubt?

In der Schweiz ja, als Substratbestandteil: Die FiBL-Betriebsmittelliste 2026 führt Perlit unter den mineralischen Stoffen, die in Substraten erlaubt sind, sofern das Material nach der Gewinnung nicht behandelt wurde. Unser Perlite ist kein zertifiziertes Bio-Produkt; massgeblich ist im Zweifel Ihre Bio-Kontrollstelle.

Wie entsorge ich altes Perlite?

Kleine Mengen können Sie in Gartenboden oder Kompost einarbeiten – Perlite ist ein inertes Mineral. Grössere Mengen entsorgen Sie gemäss den Vorgaben Ihrer Gemeinde.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Schreiben Sie uns – wir antworten persönlich und beraten Sie zu Körnung, Menge und Anwendung.